
Copyvania: Paste of Ruin
Nach einer Trilogie auf dem Game Boy Advance und dem darauffolgenden Dawn of Sorrow ist Portrait of Ruin das fünfte Spiel, das die Symphony of the Night Formel anwendet, and it shows.
Nach einer Trilogie auf dem Game Boy Advance und dem darauffolgenden Dawn of Sorrow ist Portrait of Ruin das fünfte Spiel, das die Symphony of the Night Formel anwendet, and it shows.
Als glühender Verehrer von Castlevania: Symphony of the Night sollte ich angesichts der Fülle an sogenannten “Metroidvanias”, die Jahr für Jahr von der Indie-Szene auf den Markt geworfen werden, ja eigentlich voll auf meine Kosten kommen.
Eigentlich.
Das 1993 nur in Japan für die PC Engine veröffentlichte Rondo of Blood galt lange Zeit als der Unheilige Gral der Castlevania-Reihe. Im Original nur schwer zu bekommen, und nicht leicht zu emulieren. Die Situation besserte sich erst 2008, als das Spiel als freischaltbarer Bonus des Remakes The Dracula X Chronicles auch in Europa erschienen ist. 2010 folgte ein Virtual Console Release des japanischen Originals für die Wii, das leider nicht mehr erhältlich ist. PlayStation 4 und 5 Besitzer*innen freuen sich zudem über die Sammlung Castlevania Requiem, die neben Symphony of the Night auch Rondo of Blood enthält.
Koji Igarashi ist bekannt als Sinnbild von Castlevania, auch wenn er erst zu Symphony of the Night für die PlayStation in eher untergeordneten Rollen zur Serie stieß. Zu Konami-Zeiten erschien Igarashi gerne mit Hut und Peitsche zu öffentlichen Terminen, in Videos seines Studios ArtPlay posiert er unironisch als aristokratischer Vampir. Ohne Zweifel lebt und atmet Igarashi Castlevania.
Das 1997 für die PlayStation veröffentlichte Castlevania: Symphony of the Night nahm die Rollenspiel- und Adventure Elemente, die bereits in Vampire Killer (MSX) und Castlevania II: Simon’s Quest (NES) zur Verwendung kamen, und trieb sie auf die Spitze. Während der Großteil der Castlevania Spiele eher action-orientiert und linearer Natur war, bot Symphony of the Night freie Erkundung, ein vollwertiges Rollenspielsystem, Dutzende von Ausrüstungsgegenständen und haufenweise Geheimnisse, die es zu entdecken galt.
„Ah, willkommen, meine Herren! Sie müssen Mr. Morris sein, und ihr Begleiter? Ich verstehe, freut mich, Sie kennenzulernen, Herr Lecarde. Sie beide wollen also eine Reise durch Europa antreten? Wunderbar! Sie müssen wissen, dass das Geschäft mit dem Tourismus gerade etwas schleppend verläuft, seit der erste Weltkrieg ausgebrochen ist, und die Horden des Bösen durch die Lande streifen.“
1998 kam in Europa mit Castlevania Legends der dritte und letzte Game Boy Ableger der Reihe raus. Das Spiel ging damals unter und hat heute einen eher schlechten Ruf. Kein Wunder, da die Umstände denkbar ungünstig waren.